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Neonicotinoide lassen Fischbestand schrumpfen

Daran, dass unsere Insekten und damit auch unsere Vögel weniger werden, sollen hauptsächlich Pflanzenschutzmittel schuld sein. Jetzt haben Forscher aus Tokio bestätigt, dass sich Neonicotinoide auch im Wasser und damit auf Fische auswirken. Ein Team um Masumi Yamamuro von der Universität Tokio hat den japanischen Shinji-See über Jahrzehnte beobachtet. Der siebtgrößte See Japans liegt in der Präfektur Shimane, an seinen Ufern befinden sich Reisfelder.

Pestizide erhöhen Risiko für Tropenkrankheit Schistosomiasis

Schistosomiasis ist eine schwere Infektionskrankheit, die durch parasitische Würmer hervorgerufen wird. Im Lebenszyklus des Parasiten spielen Süßwasserschnecken als Zwischenwirte eine zentrale Rolle. In ihrer aktuellen im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlichten Studie konnten Forscher des UFZ in Kooperation mit Wissenschaftlern des International Centre of Insect Physiology and Ecology (icipe) in Kenia zeigen, dass Schneckenpopulationen in pestizidbelasteten Gewässern deutlich größer waren als in unbelasteten Gewässern.

Unseren Fledermäusen geht die Nahrung aus

Deutschlands Fledermäuse erwachen jetzt aus ihrem Winterschlaf. Doch die Nahrungssuche wird für Fledermäuse immer schwieriger. „Unsere Fledermäuse ernähren sich grundsätzlich von Insekten. Ab der Abenddämmerung jagen unsere 25 heimischen Fledermausarten vor allem Mücken und Nachtfalter. Um zu überleben, muss eine Fledermaus täglich bis zu einem Drittel ihres eigenen Körpergewichts fressen. Das entspricht bis zu zehn Gramm, allein in den Sommermonaten kommt so rund ein Kilogramm Insekten-Nahrung zusammen.

Die Igel verschwinden aus Zürich

Der Igel ist ein robustes Tier. Nicht nur seiner Stacheln wegen, die ihm Feinde vom Leib halten. Die kleinen Insektenfresser können sich durchaus auch im städtischen Siedlungsraum behaupten, solange sie Büsche, Hecken oder Reisighaufen vorfinden, in denen sie sich verstecken können, und offene Bereiche für die Futtersuche. So war der Igel denn auch in der Stadt Zürich in den 1990er Jahren noch weitverbreitet. Doch wie eine grossangelegte Studie nun zeigt, hat sein Vorkommen in Zürich drastisch abgenommen.

UN-Artenschutzkonferenz in Indien beschließt Maßnahmen zum Schutz wandernder Tierarten

Insektensterben und Lichtverschmutzung werden erstmals auf UN-Ebene verhandelt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Das Jahr 2020 muss zum Wendepunkt für den internationalen Arten- und Naturschutz werden. Die Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention in Indien hat hierfür den Ton angegeben: Wir brauchen weitere Fortschritte, um bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu schützen. Dazu gehören auch konkrete Schutzmaßnahmen vor Ort, um wandernden Tierarten bessere Lebenschancen zu geben.“

Amphibiensterben: Immer weniger Kröten und Frösche in Bayern

19 verschiedene Amphibienarten gibt es in Bayern. Zu den Lurchen zählen Frösche, Kröten, Molche, Salamander und Unken. Davon sind jedoch mehr als die Hälfte bedroht. Zehn Arten stehen bereits seit 2003 auf der Roten Liste gefährdeter Amphibien in Bayern: Die Geburtshelferkröte, der Moorfrosch und die Wechselkröte sind vom Aussterben bedroht. Stark gefährdet sind die Gelbbauchunke, der Kammolch, die Knoblauchkröte, die Kreuzkröte und der Laubfrosch. Als gefährdet gelten Feuersalamander und Springfrosch. Auf der Vorwarnliste stehen Grasfrosch und Teichmolch.

Zahl der von Insekten lebenden Vögel sinkt

Ob Bachstelze (Motacilla alba), Wiesenpieper (Anthus pratensis) oder Rauchschwalbe (Hirundo rustica): Die Zahl der von Insekten lebenden Vögel ist in den vergangenen 25 Jahren europaweit deutlich zurückgegangen. Laut einer im Fachjournal Conservation Biology veröffentlichten Studie sank sie durchschnittlich um 13 Prozent. Rund die Hälfte aller Vogelarten in Europa ernährt sich von Insekten. Noch erschreckendere Zahlen hatte vor zwei Monaten die Naturschutzorganisation Nabu (Naturschutzbund Deutschland) unter Verweis auf eine Zählung des European Bird Census Council genannt.

Biologen belegen flächendeckendes Hummelsterben

In einer Langzeitstudie belegen Forscher einen flächendeckenden und massiven Schwund zahlreicher Hummelarten in Europa und Nordamerika. Dies hat auch Folgen für den Menschen, da Hummeln für die Pflanzenbestäubung ähnlich wichtig sind wie Honigbienen. Sie sind weltweit mit die wichtigsten Helfer in der Landwirtschaft und ohne sie würden ganze Landstriche niemals erblühen.

Dosis und Wirkung in der Toxikologie - von Volker Wunderlich

Die Druckrey-Küpfmüller-Gleichung ist eine in der Toxikologie verwendete mathematische Beziehung zwischen der Dosis eines Giftstoffes und der Dauer der Verabreichung, beziehungsweise Exposition, dieses Giftes. Es handelt sich also um eine Dosis-Wirkungs-Beziehung, die das Prinzip der Summationswirkung etwa bei krebserregenden Substanzen berücksichtigt. Beispielsweise kann die Toxizität vieler Substanzen wie Organophosphaten und Neonicotinoiden durch die Druckrey-Küpfmüller-Gleichung beschrieben werden, da dort irreversible Bindungen an spezifische Rezeptoren vorliegen.